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Sightseeing-Tour durch Pune

Der Jet-Lag liegt mir auch jetzt noch in den Knochen. Es sind zwar nur viereinhalb Stunden Zeitunterschied zu Deutschland, aber mein gesamter Biorhythmus ist dennoch aus den Fugen geraten. Ich laufe wie benommen durch die Stadt, zur Arbeit und zurück und bin ständig müde. Wer weiß, wie viel davon nicht etwa Schlafmangel ist als vielmehr Reizüberflutung. Nicht mal Barcelona oder Paris sind so lebendige Städte wie Pune. Es gibt so viel zu sehen, zu hören, zu riechen … und das alles in schnellster Abfolge. Puh …

Um jedoch mit Pune und Indien allgemein etwas vertrauter zu werden, hat unser Personalchef heute höchstpersönlich eine Sightseeing-Tour durch die Stadt mit uns unternommen … und uns dabei auch viel über den indischen Alltag erzählt. Learning by doing natürlich: Wir sind in Ganesh-Tempel gegangen und haben die dortigen Prozeduren verfolgt. Wir waren in engen Einkaufsstraßen, die nicht für Touristen gedacht sind, sondern für den Durchschnittsinder. Wir sind durch den Sarabaug-Park spaziert, in dem die einheimische Bevölkerung chilled und picknickt. Und natürlich waren wir auch in einem kleinen, massig überfüllten, typisch indischem Restaurant und haben mit der rechten Hand Naan in Curry-Gerichte gestukt.

Auf den Bildern habe ich einige dieser Momente festgehalten. Zuerst seht Ihr den Sarabaug-Park mit seinem wunderschönen Seerosen-Teich, der Monet bestimmt auch gefallen hätte und an dem abends immer die Liebespärchen von Pune die Hände halten sollen. Die Wiesen sind ebenfalls von Pärchen einerseits und von ausflügelnden Schulklassen andererseits bevölkert, oft mit einem Luftballon in der Hand als Landmarke für „Ihr Territorium“ – nirgends habe ich so viele Luftballon-Verkäufer außerhalb der europäischen Weihnachtszeit gesehen wie im Sarabaug-Park.

 In der Mitte des Parks, umgeben von Teich und Schwänen befindet sich DER Ganesh-Tempel von Pune. Die Schuhe mussten wir an den Stufen zum Tempeleingang ausziehen und die Schultern und Oberarme mit unseren Halstüchern verdecken. Dann durften wir zwischen die rot getünchten Säulen treten, die in einem bunten 1001-Nacht-Zwiebeltürmchen endeten. Was erstaunt, ist, dass die Tempel im Gegensatz zu Gotteshäusern anderer Religionen, die ich bisher kenne, so offen sind! Jeder kann ungehindert in den Tempel reingucken und aus dem Tempel hinausgucken. Lediglich der Ganesh-Altar selbst ist in einem quadratförmigen Häuschen am hinteren Ende der Tempelanlage gegen allzu viele Blicke geschützt. Und was mich auch ganz fasziniert hat, war die schellende Glocke am Tempeleingang, die jeder Hindu mit Gebets- oder Meditationsabsicht laut klingend betätigte, bevor er einen Fuß auf die Tempelfliesen setzte. Dadurch hat es ständig geklingelt und geläutet – wie Musik. Ich mochte das ungemein.

Schließlich seht Ihr auf dem letzten Foto einen Ausschnitt aus einer typisch indischen Einkaufsbummelstraße: weil ich ein Mädchen bin, natürlich von einem Schmuckstand, höhö. Er hat so schön bunt geglitzert in der Sonne und war damit so exemplarisch für alle anderen Stände, die ich dort gesehen habe: Tücher, Saris, Salwars, Deko-Accessoires für das Heim, Kultobjekte in allen möglichen Farben und aus allen möglichen Materialien, natürlich Armbanduhren-Stände en masse etc. etc. …Es bleibt kein Zweifel, dass die Inder Kitsch mögen wie die Japaner die neuesten Errungenschaften der Technik.

4.2.08 22:46
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anett (27.2.08 11:20)
Oh, das glitzert und leuchtet aber schön! Da möchte man unbedingt die Hand ausstrecken und drüberstreichen...

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